Speicher voll, Upload abgelehnt, Webseite zu langsam – meist liegt es an zu großen Bilddateien. Wenn Sie Bilder komprimieren, schrumpft der Speicherbedarf in KB oder MB, ohne dass sich die Abmessungen in Pixeln ändern. Dieses Werkzeug verarbeitet JPG, PNG, WebP und animierte GIFs und wählt für jedes Format die passende Methode. Sie bestimmen, ob Ihnen eine möglichst kleine Datei oder möglichst hohe Bildqualität wichtiger ist, und sehen das Ergebnis sofort im direkten Vergleich mit dem Original.
Wer eine Bild-Dateigröße ändern möchte, sucht oft auch nach Begriffen wie „Bildgröße komprimieren“ – gemeint ist fast immer dasselbe: weniger Kilobyte bei unveränderter Auflösung. Genau das leistet dieser Bildkomprimierer, online und kostenlos, ohne dass Sie ein Programm installieren müssen.
So komprimieren Sie Bilder online
Ob ein einzelnes Foto oder ein ganzer Ordner: Der Ablauf ist immer gleich.
- 01
Dateien auswählen
Legen Sie bis zu 50 Bilddateien per Drag & Drop ab oder wählen Sie sie über den Dateidialog aus – Formate dürfen gemischt sein.
- 02
Komprimierungsstufe wählen
Wählen Sie „Stark“, „Ausgewogen“ oder „Hohe Qualität“. Für JPG und WebP lässt sich die Qualität zusätzlich per Regler zwischen 10 und 100 feinjustieren.
- 03
Ergebnis vergleichen und speichern
Prüfen Sie Details mit dem Vergleichsregler, lesen Sie die Ersparnis in Prozent ab und speichern Sie einzeln oder als ZIP-Archiv.
Verlustbehaftet oder verlustfrei komprimieren?
Grundsätzlich gibt es zwei Wege, eine Bilddatei zu verkleinern: Entweder werden Informationen weggelassen, die das Auge kaum bemerkt, oder die vorhandenen Informationen werden lediglich geschickter gespeichert. Welcher Weg sinnvoll ist, entscheidet in erster Linie das Format.
Verlustbehaftete Komprimierung (JPG, WebP)
JPG und WebP vereinfachen feine Strukturen und speichern Farbinformationen gröber als Helligkeit. Dadurch sinkt der Speicherbedarf von Fotos erheblich. Für JPG nutzt das Tool den Encoder MozJPEG, für WebP die Bibliothek libwebp. Je niedriger die Qualitätsstufe, desto kleiner die Datei – und desto eher zeigen sich Artefakte an Kanten oder in gleichmäßigen Flächen wie Himmel.
Verlustfreie Komprimierung (PNG)
PNG speichert jedes Pixel exakt. Im Modus „Verlustfrei“ optimiert OxiPNG die interne Kodierung, sodass die Datei kleiner wird, das Bild aber identisch bleibt. Reicht das nicht, reduziert der Modus „Farbreduzierung“ die Palette auf höchstens 256 Farben und optimiert anschließend erneut – das spart oft viel mehr, verändert aber feine Farbverläufe.
Welche Methode für welches Bild?
- Fotos mit vielen Farbnuancen: verlustbehaftet als JPG oder WebP.
- Logos, Icons, Screenshots mit Text: PNG verlustfrei, bei wenigen Farben mit Farbreduzierung.
- Grafiken mit Transparenz: PNG oder WebP – beide erhalten den Alphakanal.
Im Zweifel starten Sie mit „Ausgewogen“ und vergleichen das Ergebnis mit dem Original. Sehen Sie in der Vergrößerung keine Unterschiede, können Sie eine Stufe stärker gehen. Erscheinen Treppen an schrägen Kanten, Farbsäume um Schrift oder fleckige Flächen im Himmel, kehren Sie zur höheren Stufe zurück. Bei PNG-Grafiken lohnt sich der Test, ob die Farbreduzierung sichtbare Abstufungen in Verläufen erzeugt.
Warum Bilder komprimieren?
Schnellere Ladezeiten für Websites
Bilder machen auf vielen Webseiten den größten Teil der übertragenen Daten aus. Kleinere Dateien laden schneller, besonders unterwegs im Mobilfunknetz, und verbessern Kennzahlen wie die Ladezeit des größten sichtbaren Elements. Sind die Fotos zudem viel größer als ihr Anzeigebereich, lohnt es sich, vorher das Bild verkleinern zu lassen und erst danach zu komprimieren.
Weniger Speicherplatz auf Handy und Cloud
Smartphone-Fotos belegen schnell mehrere Megabyte pro Aufnahme. Wer Urlaubsbilder, Belege oder Scans dauerhaft aufbewahrt, kann mit einer komprimierten Kopie Speicherplatz im Cloud-Abo sparen. Wichtige Originale sollten Sie trotzdem unverändert sichern.
Upload-Limits von Portalen einhalten
Bewerbungsportale, Behördenseiten und Kleinanzeigen-Plattformen begrenzen häufig die zulässige Dateigröße. Statt das Foto zu beschneiden, genügt es oft, die Bilddatei zu verkleinern, indem Sie eine stärkere Stufe wählen. Welche Grenze gilt, steht in den Hinweisen des jeweiligen Portals.
Der Vorteil gegenüber dem Verkleinern von Bilddateien über die Pixelmaße: Ein Scan oder Ausweisdokument bleibt in voller Auflösung lesbar, nur der Speicher wird kleiner. Reicht auch die Stufe „Stark“ nicht aus, ist meist eine Kombination mit geringeren Abmessungen der nächste Schritt – etwa mit Bild auf 1 MB verkleinern.
Komprimierung nach Format
JPG komprimieren
Für Fotos im JPEG-Format reicht die Stufe „Ausgewogen“ in den meisten Fällen. Wer Optionen wie progressives JPG, Farbunterabtastung oder das gezielte Behalten von EXIF-Daten benötigt, findet sie im Spezialwerkzeug JPG komprimieren. Hier werden Metadaten grundsätzlich entfernt.
PNG komprimieren
PNG-Dateien behalten ihre Transparenz in beiden Modi. Ausführliche Erklärungen zu PNG-8, PNG-24 und dem Alphakanal bietet die Seite PNG komprimieren.
GIF und WebP komprimieren
Animierte GIFs bleiben animiert: Das Tool reduziert die Farben und speichert nur die Bildbereiche neu, die sich von Frame zu Frame ändern. WebP-Bilder werden mit der gewählten Qualitätsstufe neu kodiert und bleiben im WebP-Format. Mehr Stellschrauben wie Frame-Reduzierung bietet GIF komprimieren.
- Ohne Anmeldung, ohne Wasserzeichen, ohne Kosten
- Dateien bleiben auf Ihrem Gerät – Verarbeitung im Browser
- JPG, PNG, WebP und GIF, bis zu 50 Bilder auf einmal
- Format und Pixelmaße bleiben erhalten, EXIF-Daten werden entfernt