Wer ein JPG komprimieren möchte, will meist eines: eine kleinere Datei, ohne dass man dem Foto den Unterschied ansieht. Genau darauf ist dieses Werkzeug spezialisiert. Es arbeitet ausschließlich mit JPEG-Dateien und nutzt den Encoder MozJPEG, der Fotos bei gleicher Qualitätsstufe häufig kompakter speichert als die Standard-Speicherfunktion vieler Programme. Sie bestimmen die Qualitätsstufe, wählen zwischen progressivem und klassischem JPG und entscheiden, ob EXIF-Metadaten erhalten bleiben. Die Pixelmaße ändern sich dabei nicht.
JPG online komprimieren – so geht’s
Die Bedienung ist bewusst einfach gehalten. Drei Schritte genügen, um eine oder viele JPEG-Dateien zu verkleinern:
- 01
JPG oder JPEG hochladen
Ziehen Sie Ihre Fotos per Drag & Drop in das Feld oder wählen Sie sie über „Dateien auswählen“ aus – auch mehrere auf einmal. Die Dateien bleiben auf Ihrem Gerät.
- 02
Qualitätsstufe einstellen
Wählen Sie mit dem Regler eine Stufe zwischen 10 und 100. Die neue Dateigröße und die Ersparnis in Prozent werden nach jeder Änderung neu berechnet.
- 03
Komprimierte JPG speichern
Vergleichen Sie Vorher und Nachher mit dem Schieberegler und laden Sie die Datei einzeln oder alle Bilder als ZIP-Archiv herunter.
Wie funktioniert die JPEG-Komprimierung?
JPEG zerlegt ein Foto in kleine Blöcke von 8 × 8 Pixeln und beschreibt jeden Block nicht Pixel für Pixel, sondern als Mischung aus groben und feinen Mustern. Feine Details, die das Auge kaum wahrnimmt, werden dabei vereinfacht oder weggelassen. Deshalb ist JPEG verlustbehaftet – und deshalb lassen sich Fotos so stark verkleinern. Zusätzlich trennt das Format Helligkeit und Farbe: Die Farbinformation darf gröber gespeichert werden, weil unser Sehsinn Helligkeitsunterschiede deutlich genauer wahrnimmt als Farbunterschiede.
Die Qualitätsstufe von 0 bis 100
Die Qualitätsstufe steuert, wie stark die feinen Details vereinfacht werden. Hohe Werte erhalten mehr Zeichnung, niedrige Werte sparen mehr Speicher. Der Zusammenhang ist nicht linear: Zwischen 100 und 90 sinkt die Dateigröße oft spürbar, während das Bild nahezu gleich aussieht. Unterhalb von etwa 60 werden Blockmuster und Farbsäume an Kanten sichtbar. Wichtig: Die Skala ist nicht standardisiert – „80“ in einem Programm entspricht nicht zwangsläufig „80“ in einem anderen. Vertrauen Sie deshalb dem Vorher-nachher-Vergleich statt einer festen Zahl.
Progressives JPG für schnellere Websites
Ein klassisches (Baseline-)JPG wird beim Laden Zeile für Zeile von oben nach unten aufgebaut. Ein progressives JPG erscheint zuerst als unscharfe Vorschau des ganzen Bildes und wird dann schrittweise schärfer. Auf langsamen Verbindungen wirkt das angenehmer, und bei größeren Fotos ist die progressive Variante oft etwas kleiner. Unser Tool speichert standardmäßig progressiv; für ältere Spezialsoftware können Sie die Option abschalten.
Für Fortgeschrittene steht außerdem die Farbunterabtastung zur Wahl: 4:2:0 speichert die Farbinformation in halber Auflösung und spart deutlich Platz – für Fotos die übliche Wahl. 4:4:4 behält die volle Farbauflösung und lohnt sich bei Screenshots, Grafiken oder roter Schrift auf farbigem Grund, wo sonst Farbsäume entstehen.
Metadaten (EXIF) entfernen und Datenschutz
Smartphone-Fotos enthalten EXIF-Daten: Kameramodell, Aufnahmezeit und oft den exakten GPS-Standort. Beim Teilen verraten diese Angaben unter Umständen, wo Sie wohnen oder sich aufgehalten haben. Das Tool entfernt die Metadaten deshalb standardmäßig. Möchten Sie sie behalten – etwa für die Sortierung im Fotoarchiv –, schalten Sie die Option ab. Enthält ein Bild GPS-Koordinaten, erhalten Sie einen deutlichen Hinweis.
Die richtige Qualitätsstufe für Ihren Zweck
Welche Einstellung passt, hängt davon ab, wo das Bild landet. Die folgenden Werte sind Ausgangspunkte, keine festen Regeln – prüfen Sie das Ergebnis immer in der Vorschau.
Website und Blog
Für Webseiten zählt jede Kilobyte-Einsparung, weil kleinere Bilder schneller laden. Eine Qualitätsstufe um 70 bis 80 mit progressivem JPG und 4:2:0 ist für die meisten Fotos ein guter Kompromiss. Sind die Bilder zusätzlich viel größer als der Bereich, in dem sie angezeigt werden, sollten Sie sie vorher auf passende Pixelmaße Bild verkleinern – das spart oft mehr als jede Qualitätsstufe.
E-Mail und Messenger
Für Anhänge und Chats reicht häufig eine Stufe von 60 bis 75. Viele Messenger komprimieren Bilder beim Versand ohnehin selbst; wer vorher komprimiert, behält die Kontrolle darüber, wie das Foto beim Empfänger aussieht.
Druck und Archiv
Für Fotobücher, Abzüge und die Langzeitarchivierung wählen Sie 90 oder höher und bei Bedarf 4:4:4. Komprimieren Sie archivierte Bilder nur einmal und bewahren Sie die Originaldatei zusätzlich auf.
| Verwendung | Qualitätsstufe | Empfehlung |
|---|---|---|
| Website, Blog, Onlineshop | 70–80 | progressiv, 4:2:0 |
| E-Mail, Messenger | 60–75 | progressiv, 4:2:0 |
| Druck, Archiv | 90–95 | 4:4:4 bei Grafiken |
JPG und JPEG: Gibt es einen Unterschied?
Nein. „.jpg“ und „.jpeg“ sind zwei Endungen für dasselbe Format. Die dreistellige Variante stammt aus der Zeit, in der Windows Dateiendungen auf drei Buchstaben begrenzte; macOS und Linux nutzten von Anfang an häufig „.jpeg“. Sie können beide Varianten verkleinern, und das Ergebnis behält die ursprüngliche Endung. Sollen PNG-, WebP- oder GIF-Dateien kleiner werden, nutzen Sie stattdessen Bilder komprimieren – dort wird jedes Format mit der jeweils passenden Methode optimiert.
- Kostenlos und ohne Anmeldung – ohne Wasserzeichen
- Verarbeitung lokal im Browser, kein Upload auf einen Server
- JPG und JPEG, bis zu 50 Dateien pro Durchgang
- Pixelmaße bleiben unverändert, nur die Dateigröße sinkt